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DVB-T

Was ist DVB-T?

DVB-T steht für den englischen Ausdruck Digital Video Broadcasting- Terrestrial und bezeichnet das digitale Antennenfernsehen. Es ist eine Variante des digitalen Fernsehens, die vor allem in verschiedenen europäischen Ländern sowie in Australien als Standard für die Übertragung des digitalem Fernsehen und Radio verwendet wird. DVB-T ist heute schon nicht nur Deutschland, sondern auch z.B. in Großbritannien, Skandinavien, Niederlanden, Frankreich, Spanien, Singapur, Indien und Südafrika im Einsatz. Sodass es in Zukunft zumindest in Europa ein einheitliches terrestrisches Fernsehsystem geben wird. Dabei entsprechen die für die DVB-T genutzten Übertragungsfrequenzen den schon vom analogen Rundfunk bekannten UHF- und VHF- Kanälen.

Vorteile

DVB-T bietet einige Vorteile gegenüber dem analogen PAL-System. In erster Linie bringt die Digitaltechnik Verbesserungen in der Empfangsqualität mit sich. Gegenüber der Analogtechnik braucht es zudem weniger Sender mit weniger Leistung, was wiederum weniger Elektrosmog verursacht. Damit können auf einem herkömmlichen analogen Kanal bis zu vier Programme ausgestrahlt werden, was aufgrund der digitalen Modulationsverfahren und der benutzten MPEG2- Komprimierung funktioniert.
Zudem benötigt man keinen neuen Fernseher, mit dem man das digitale terrestrische Fernsehen empfangen kann. Lediglich muss man sich ein einfaches Vorschaltgerät zulegen, die so genannte Set- Top- Box. DVB-T ist qualitativ hochwertig, strahlt Bild in DVD-Qualität und Ton in Dolby Digital Surround Sound aus, somit hat man gestochen scharfe Bilder und klaren Ton. Mit dem DVB-T System ist auch bei portablen Geräten ein besserer Empfang möglich und man kann es problemlos mit seinem Notebook überall und zu jeder Zeit empfangen. Der Empfang ist generell sicher und wetterunabhängig. Zusätzlich hat man auch eine elektronische Programmzeitung (EPG), damit man auch immer weiß, was gerade läuft. Eine verlustfreie Aufzeichnung und Vervielfältigung ohne Neukodierung ist dank des digitalen Formats problemlos möglich. So kann man seine gewünschte Sendung einprogrammieren und diese wird dann automatisch aufgezeichnet.

Technik

Die Übertragungsfrequenzen für DVB-T entsprechen den schon vom analogen Rundfunk bekannten UHF- und VHF-Kanälen. In Europa umfasst von denen im VHF-Bereich jeder 7 MHz und im UHF-Bereich jeder 8 MHz. Je nach eingestellten Parametern liegt die praktisch erreichbare Datenrate pro Kanal zwischen 12 und 20 Mbit/s. Hierbei stellt z.B. Nordrhein-Westfalen aufgrund einer niedrigeren Senderdichte und der damit notwendig höheren Länge des Schutzintervalls nur 12,75 Mbit/s bereit, wohingegen in Berlin 14,25 Mbit/s erzielt werden. Der so genannte „Multiplex“ (die gesamten Daten, die auf einem Kanal übertragen werden, enthalten in der Regel mehrere Programme) wird, wie auch bei den anderen DVB-Varianten, als MPEG2 Transportstrom übertragen. Dies darf aber nicht verwechselt mit der Kodierung der einzelnen Video-Datenströme („video streams“) der enthaltenen Programme, diese können unabhängig davon mit einem beliebigen Video Encoder komprimiert werden. Dafür wurde bisher immer MPEG2-Video verwendet.

Verbreitung

In der Regel sind in Deutschland je nach Region 3 bis 30 verschiedene Programme frei empfangbar bzw. werden demnächst empfangbar. Die Umstellung für das terrestrische Fernsehen in Deutschland wurde bereits auf einer Fläche von 60% vollzogen. 90% der Fläche Deutschlands sollen bis Ende 2007 abgedeckt sein. Mehr zu der Verbreitung des DVB-T in Deutschland erfahren Sie über die Webseite www.ueberallfernsehen.de

In Österreich gibt es seit 2004 einen Probebetrieb in Graz. Im Oktober 2006 fand die offizielle Einführung von DVB-T in Österreich statt. 70% der Haushalte werden seitdem mit digitalen terrestrischen Fernsehen versorgt. Bis 2008 soll die österreichweite Abdeckung 90% betragen. Mehr Informationen über DVB-T in Österreich finden Sie unter „das digitale Antennenfernsehen“.

In der Schweiz existiert DVB-T seit Mai 2006. Im deutschsprachigen Teil der Schweiz wurde terrestrisches Fernsehen im Verlauf des Jahres 2007 vollständig erschlossen. In der ganzen Schweiz ist der Empfang von vorläufig vier SRG-SSR Programmen mit DVB-T möglich. Genauere Informationen über den DVB-T Empfang in der Schweiz finden Sie auf der Webseite vom „Schweizer Fernsehen“.

Links

DVB-T Übersichtskarte für Deutschland
www.ueberallfernsehen.de

DVB-T in Europa
http://www.digitag.org/
http://www.broadcast.ch/homepage/html/broadcast_deut.htm/
http://www.csa.fr/infos/autorisations/gabarits.php
http://www.tnt-gratuite.fr/

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